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Flexibler, kooperativer, anpassungsfähiger – die Veränderung der Arbeitswelt gilt als einer der Megatrends sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer. Was dabei als „New Work“ bezeichnet wird, umfasst von der Gestaltung der Arbeitsräume, der Veränderung zu einer offeneren Unternehmenskultur bis hin zur Produktentwicklung mehrere Ebenen. Nicht zuletzt geht es auch um die Arbeitsbedingungen. Doch wie viel von der Debatte um New Work ist lediglich eine Trenderscheinung, wie viel ist real? 

Nina Duda von der Innovationsagentur Dark Horse widmete sich auf dem InnoFestival19 von S-Kreditpartner am 13. September genau dieser Frage. Laut Duda geht es bei New Work um die kulturelle Revolution, die der technologische Fortschritt vorantreibt. Neue Werte fordern daher neue Organisationsformen und Arbeitsmethoden, bei denen Kommunikation, Kooperation und Kundenbedürfnisse im Fokus stehen. Der Mensch ist sowohl im Erwerbsleben als auch bei der Entwicklung von neuen Produkten stärker in den Vordergrund gerückt. 

Agilität gilt dabei als ein wesentlicher Pfeiler von New Work – unter dem Begriff versteht man die schnelle und stetige Anpassungsfähigkeit. Dabei ist es wichtig, dass Unternehmen und Teams Schritte gemeinsam planen, ausprobieren und Erfolge sowie Misserfolge evaluieren, um das Gelernte wiederum neu einzusetzen. Erst eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und konstruktive Konfliktkultur machen Agilität aus. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich von der klassischen Top-Down-Organisation von Arbeit zumindest ein Stück weit verabschieden müssen. 

Auch bei der Entwicklung von Produkten ist Augenhöhe in der modernen Arbeitswelt wesentlich. Duda erklärte in einem weiteren Führungskräfte-Workshop die Grundlagen von Design Thinking. Dabei sei es wesentlich vom Individuum aus zu denken und Bedürfnisse zu identifizieren, anstatt einen Weg ohne Rückkopplung an die Zielgruppe vorzugeben. Das bedeutet, dass auch konservative Branchen sich möglicherweise über die Erweiterung der Produktpalette Gedanken machen müssen. 

Nina Duda hat eindrücklich skizziert, wie stark sich die Arbeitswelt von alten Hierarchien und linearer Kommunikation von oben herab abwendet. Was im ersten Moment wegen eines Mehraufwands an Kommunikation und Koordination für Unternehmen mit einem konservativen Controlling nach Zeitverschwendung klingt, kann jedoch effizienzsteigernd sein. Anstatt Zeit und Ressourcen für eine langwierige Produktentwicklung zu verschwenden, bei der es ohnehin keinen Erfolgsgarant gibt, kann die moderne Arbeitswelt durch eine offene Fehlerkultur auf Probleme schneller reagieren. New Work ist mehr als nur ein Modewort – es ist der Vorbote für einen neuen Standard der Arbeitsethik und Art der Produktion. 

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