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Afrika-Reise des Kanzlers, Massenpanik bei Kirchenveranstaltung in Nigeria, Ausnahmezustand um Sudan aufgehoben
African Edition in der Kalenderwoche 22, 2022
kuratiert von Dietmar Sittek

NACHRICHTEN

Afrika-Reise des Kanzlers: Scholz‘ schwierige Suche nach Verbündeten: Viele hätten wahrscheinlich darauf getippt, dass der Bundeskanzler bald in die Ukraine reist. Anstattdessen ging es für ihn nun erst mal in drei Länder des afrikanischen Kontinents. Hier geht es für Scholz nicht um „the West against the Rest“, der Westen gegen den Rest der Welt, sondern um eine Wertegemeinschaft gegen Gesetzlosigkeit. Anders als Niger haben Senegal und Südafrika den Angriffskrieg gegen die Ukraine in den Vereinten Nationen nicht verurteilt, sondern sich enthalten. Für Scholz ist das ein Warnsignal – er will, dass das Bündnis gegen Russland möglichst breit ist. tagesschau.de

Ausnahmezustand im Sudan ist aufgehoben: Armeechef Abdel Fattah Al-Burhan hatte im Oktober den Ausnahmezustand verhängt und die Regierung abgesetzt, die nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April 2019 den Übergang zu demokratischen Wahlen leiten sollte. Seitdem kommt es regelmäßig zu Massenprotesten, gegen die das Militär oft gewaltsam vorgeht. dw.com

Massenpanik bei Kirchenveranstaltung in Nigeria, 31 Tote: Bei einer Massenpanik kurz vor Beginn einer Kirchenveranstaltung in Nigeria sind nach Polizeiangaben 31 Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere wurden Samstagfrüh bei dem Zwischenfall in der Stadt Port Harcourt im Süden des Landes verletzt. Die Massenpanik sei in einer große Menschenmenge entstanden, die gekommen sei, um kostenlose Lebensmittelspenden entgegenzunehmen, sagte Polizeisprecherin Grace Iringe-Koko. derstandard.de

Angreifer töteten mindestens 27 Menschen in Demokratischer Republik Kongo: Bei einem neuerlichen blutigen Angriff mutmaßlicher Jihadisten auf ein Dorf in der Demokratischen Republik Kongo sind am Samstag mindestens 27 Zivilisten getötet worden. Das teilten die Kivu Security Tracker, die mit Hilfe von Experten die Gewalt in der Region dokumentieren, via Twitter mit. derstandard.de

Bürger der DRK in Goma begrüßen Sanktionen der Regierung gegen Ruanda: Die Entscheidung des Kongo, die Beziehungen zu Ruanda abzubrechen, hat Reaktionen hervorgerufen. „Die von der kongolesischen Regierung ergriffenen Maßnahmen kommen zwar zu spät, aber sie sind nicht ausreichend. Wir müssen noch weiter gehen“, sagte Espoir Ngalukiye, ein Menschenrechtsaktivist. Kinshasa hat Ruanda regelmäßig beschuldigt, in sein Hoheitsgebiet eingedrungen zu sein und dort bewaffnete Gruppen zu unterstützen. africanews.com

Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union wollen gemeinsame Kräfte zur Bekämpfung des Terrorismus: Afrikanische Staats- und Regierungschefs trafen sich, um über den Kampf gegen die wachsende extremistische Bedrohung und die jüngsten Militärputsche auf dem Kontinent zu beraten. Das Gipfeltreffen zum Thema „Terrorismus und verfassungswidriger Wandel“ wird von der Afrikanischen Union organisiert und findet in Malabo, der Hauptstadt Äquatorialguineas, unter der Schirmherrschaft des Diktators Teodoro Obiang Nguema Mbasogo statt. africanews.com

Sudanesische Frauenaktivistin erhält Menschenrechtspreis: Die sudanesische Frauenaktivistin Amira Osman Hamed hat einen Front Line Defenders Award für gefährdete Menschenrechtsverteidiger erhalten, wie die Organisation bekannt gab. Hamed, eine Ingenieurin um die 40, die sich seit langem für die Rechte der Frauen im Sudan einsetzt, wurde erstmals 2002 verhaftet, weil sie Hosen trug, und 2013 erneut, weil sie sich weigerte, ihr Haar zu bedecken. africanews.com

Affenpocken: „Es gibt eine historische Angst vor einer aus Afrika kommenden Seuche“. zeit.de

Menschenrechtler befürchten: Äthiopien wird wegen des Ukraine-Kriegs vergessen: Der Äthiopische Menschenrechtsrat beklagt, dass die Kriegsverbrechen und Massenhaftungen in dem afrikanischen Land durch den Ukraine-Krieg in Vergessenheit geraten. deutschlandfunk.de

Sadio Mane glaubt an Benachteiligung von afrikanischen Fußballern bei Ballon d’Or: „Traurig“. spox.com

Eiszeit in Afrika: Das Rätsel von Lesotho: Ein Team der Geowissenschaften der Freien Universität Berlin erforscht im Hochland von Lesotho im Süden Afrikas einen gigantischen natürlichen Wasserspeicher, der durch den Klimawandel bedroht sein könnte. <a href="tagesspiegel.detagesspiegel.de>

Afrika: Ökonomen erwarten „Hungeraufstände“ und Anschluss von Arbeitern an bewaffnete Gruppen: Die Lebensmittelpreise sind so hoch wie seit mindestens 60 Jahren nicht, was in Teilen Afrikas große Unzufriedenheit in der Bevölkerung hervorruft. Das Konfliktrisiko würde sich deshalb in folgenden Ländern laut Ökonomen um rund sechs Prozent steigen: Ruanda, Gambia, Sierra Leone, Somalia, Swasiland/Eswatini, Zentralafrikanische Republik, Dschibuti, Mosambik, Südafrika, Simbabwe, Ghana, Niger und Mali. Zudem gehen sie davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit von „Hungeraufständen“ mit Demonstrationen und Plünderungen um bis zu 20 Prozent steigen dürfte. perspektive-online.net

HINTERGRUND

Wir sollten pragmatischer mit Afrika umgehen: So entzweit waren Afrika und Europa lange nicht mehr. Das ist auch eine Chance, die Beziehungen neu zu ordnen. Abhängigkeiten gibt es genug. Auf den ersten Blick war die Afrika-Reise von Kanzler Olaf Scholz eine Reise gewesen wie viele, die deutsche Politiker vor ihm mit Folklore absolviert hatten: Man schüttelte Hände, versicherte sich einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“, lächelte in Kameras.Tatsächlich aber sind die Beziehungen zwischen Afrika und Europa nicht mehr so rosig, wie es auf offiziellen Fotos den Anschein haben mag. Fast möchte man auch hier von einer Zeitenwende sprechen. faz.net

Afrika: Blockchain Funding steigt um über 1.500 Prozent: Auf der Liste der Krypto-freundlichen Regionen scheint Afrika immer weiter nach oben zu rücken. Ein neuer Bericht untermauert diese Entwicklung mit Zahlen. Während Afrika neben Krypto-offensiveren Regionen wie Südamerika oder den USA bisher noch eine Nebenrolle gespielt hatte, soll dort das Funding in Blockchain-Projekte innerhalb eines Jahres um 1.668 Prozent angestiegen sein. Das geht aus einem Bericht des Krypto-Wagniskapitalgeber CV VC hervor. btc-echo.de

Afrikanische Rohstofflieferanten wollen größeren Anteil am Kuchen: Die Demokratische Republik Kongo beherbergt die weltweit größte Kobalt-Produktion, ein essentiell wichtiges Metall für die Batterieherstellung. Im vergangenen Jahr hat die Autoindustrie die Elektronikindustrie als größter Abnehmer von Kobalt erstmals überholt. Lieferte man bisher nur den Rohstoff zu – Kongo verfügt über etwa zwei Drittel der weltweiten Reserven – so will das Land zukünftig die Wertschöpfung im Inland sichern. Ein Kooperationsvertrag mit dem Nachbarland Sambia soll den Abbau der Rohstoffe außerdem deutlich steigern. elektroauto-news.net

Votum über Tunesiens Verfassung, die es noch nicht gibt, rückt näher: Ende Juni soll die neue Verfassung fertig sein. Gut drei Wochen haben dann die Tunesierinnen und Tunesier Zeit, um den Text zu diskutieren, bevor sie am 25. Juli darüber abstimmen werden – ein Jahr nachdem Präsident Kaïs Saïed weite Teile der Macht an sich gerissen hat. Damals hat er den Notstand ausgerufen und den Regierungschef abgesetzt, in den folgenden Monaten eine Reihe unabhängiger staatlicher Kontrollinstanzen außer Kraft gesetzt und das Parlament aufgelöst. Die neue Verfassung soll, so der Präsident, die Grundlage für einen politischen und wirtschaftlichen Neuanfang bilden, der die Belange der Regionen und der Bevölkerung stärker berücksichtigt als der bisherige Status quo in der jungen Demokratie. Der 64-Jährige spricht sich für ein dezentrales, basisdemokratisches Regierungsmodell mit einem starken Staatspräsidenten – vorerst also ihm selbst – an der Spitze aus. derstandard.de

ANGEZÄHLT

Angesichts der Tatsache, dass fast 400.000 Menschen in Malawi aufgrund von Überschwemmungen und Dürreperioden sowie der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bereits in einer unsicheren Ernährungslage sind, „werden Malawis Herausforderungen nun durch die Auswirkungen der Ukraine-Krise noch verschärft“, sagte WFP-Sprecher Tomson Phiri (27. Mai) auf einer Pressekonferenz in Genf. „Der Brotpreis ist in den letzten drei Monaten um 50 Prozent gestiegen“, betonte Phiri. „Aus Gesprächen mit Bäckereibesitzern geht hervor, dass der Einzelhandelspreis für einen 50-kg-Sack Weizenmehl seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise um 42 Prozent gestiegen ist. africanews.com

ZITAT DER WOCHE

„Afrika kann Europas Energieproblem lösen“

Öl- und Gas-Anwalt NJ Ayuk. Die EU sucht nach Alternativen für Gas aus Russland. Afrikanische Länder können einen Großteil des Bedarfs decken. Der Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz zeigt, dass auch in Deutschland ein Umdenken begonnen hat. Afrikanisches Gas ist attraktiv geworden. Der in Kamerun geborene Öl- und Gas-Anwalt NJ Ayuk wertet die Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz als wichtiges Zeichen zum jetzigen Zeitpunkt. Allerdings müsse sich Deutschland bei Investitionen in afrikanisches Erdgas beeilen, sonst gehe es – mal wieder – an die Chinesen. n-tv.de

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Hilfsprogramm: Reeder baut weiter Schulen in Afrika: Mit „Schulen für Afrika“ unterstützt Christian Krämer weiterhin die Bildung in der Region – und führt so das Erbe seines Vaters fort. abendblatt.de

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